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Notfallkarten-Generator

Notfallkarten für IT-Sicherheitsvorfälle - fertig formuliert für Ransomware, Phishing, verdächtige E-Mails und Hardware-Verlust, je nach Zielgruppe. Als DIN-A4-Aushang oder Geldbörsenkarte druckfertig. Alle Daten bleiben lokal in deinem Browser.

Noch keine Notfallkarte angelegt. Lege oben eine neue an oder importiere eine gespeicherte JSON-Datei.
Eingaben lokal, PDF-Export über unseren Server

Deine Eingaben liegen im lokalen Speicher deines Browsers - kein Konto, keine Anmeldung. Nur wenn du den PDF-Export auslöst, wird das Dokument einmalig an unseren Server geschickt, dort in ein PDF gerendert und nicht gespeichert. Ohne Verbindung ist der Export deaktiviert, alles andere funktioniert weiter. Details in der Datenschutzerklärung.

Vom Grundschutz bis zur Nachbereitung

IT-Notfallmanagement in vier Phasen

IT-Notfallmanagement ist mehr als die Notfallkarte für die ersten Minuten. Die Allianz für Cyber-Sicherheit (ACS) beim BSI unterteilt den Prozess in vier Phasen - von der Vorbereitung über die laufende Bereitschaft und die eigentliche Bewältigung bis zur Nachbereitung nach dem Vorfall.

1. Vorbereitung

Bevor überhaupt etwas passiert: Zuständigkeiten, Schutzmaßnahmen und Kontakte festlegen.

  • Beauftragte für IT-Sicherheit und Notfallmanagement benennen
  • Zeitkritische Geschäftsprozesse und Assets identifizieren und priorisiert schützen
  • Mit IT-Dienstleistern klären, bei welchen Vorfällen sie unterstützen
  • Backups regelmäßig erstellen und die Wiederherstellung testen
  • Grundschutz umsetzen: Patches, Firewalls, MFA, restriktive Nutzerrechte, Netzsegmentierung
  • Meldewege für externe Meldepflichten vorbereiten (Datenschutz, NIS2)
NIS2-Checkliste ausfüllen
2. Bereitschaft

Damit die Vorbereitung im Ernstfall auch greift: regelmäßig prüfen und die Notfallkarte einsatzbereit halten.

  • Sicherheitsstatus der Systeme regelmäßig überprüfen
  • Erstkontakt für IT-Notfälle bestimmen und dessen Erreichbarkeit sicherstellen
  • Personal den richtigen Ansprechpartner kennen lassen - Einsatz der IT-Notfallkarte
  • IT-Notfallszenarien üben, Personal schulen und sensibilisieren
Sicherheitsniveau im Audit-Tool prüfen
3. Bewältigung

Der eigentliche Vorfall: die ersten Minuten entscheiden über das Ausmaß des Schadens.

  • Alle notwendigen Ansprechpartner in der Organisation kontaktieren
  • Betroffene Nutzer zu Beobachtungen und Aktivitäten befragen
  • IT-Dienstleister für Unterstützung kontaktieren
  • Systemprotokolle und Logdateien sammeln und sichern
  • Sachverhalte zum Vorfall dokumentieren
  • Bei Bedarf ZACs der Polizeien kontaktieren, freiwillige Meldung an die ACS prüfen
Notfallkarte erstellen
4. Nachbereitung

Nach dem Vorfall ist vor dem nächsten: Lücken schließen und aus dem Vorfall lernen.

  • Durch den Vorfall aufgedeckte Schwachstellen und Sicherheitslücken schließen
  • Netzwerk und IT-Systeme im Nachgang besonders gründlich überwachen
  • Lessons Learned: bestehende Regelungen und Prozesse überprüfen und optimieren
  • Notfalldokumentation auf den aktuellen Stand bringen
  • IT-Sicherheitsarchitektur weiterentwickeln
Management-Review durchführen

Quelle: Allianz für Cyber-Sicherheit (BSI), Einstieg ins IT-Notfallmanagement für KMU (Stand Mai 2021), Produkt einer Arbeitsgruppe deutscher Cyber-Sicherheitsorganisationen.

Die Notfallkarte im Ernstfall: der IT-Notfallkoffer

Wenn E-Mail und Teams im Vorfall nicht mehr vertrauenswürdig sind, braucht der Krisenstab einen Ausweichkanal: ein Ende-zu-Ende-verschlüsselter Team-Chat, Checklisten je Rolle, laufende NIS-2- und DSGVO-Meldefristen und ein Protokoll als PDF. Alle Vorfallsdaten bleiben auf dem Gerät.

Mehr zur App →29,99 € einmalig · kein Abo · ab iOS 17 · Volumenlizenzen über Apple Business Manager

Erste Minuten eines IT-Notfalls

Warum eine IT-Notfallkarte den Unterschied macht

In den ersten Minuten eines IT-Sicherheitsvorfalls entscheidet sich oft, wie groß der Schaden wird - und genau dann sind Notfallhandbücher und Checklisten meist nicht griffbereit. Die Notfallkarte bringt das Wichtigste auf ein Blatt: wen man anruft, was sofort zu tun ist und was auf keinen Fall passieren darf.

Da sich die richtigen Schritte je nach Rolle unterscheiden, gibt es für jedes Szenario eigene Vorlagen für Anwender, IT-Admins und die Geschäftsführung. Für den Aushang oder die Geldbörse steht ein druckfertiger PDF-Export bereit.

4 Szenarien

Ransomware, Phishing, verdächtige E-Mail und Hardware-Verlust - mit vorformulierten Sofortmaßnahmen.

3 Zielgruppen

Anwender, IT-Admin und Geschäftsführung erhalten je eigene, passende Handlungsschritte.

2 Druckformate

DIN-A4-Aushang für Büro und Serverraum, Geldbörsenkarte im Scheckkartenformat für unterwegs.

Häufige Fragen

Wer sollte eine IT-Notfallkarte griffbereit haben?

Idealerweise jede Person im Unternehmen: Anwender brauchen eine kurze Karte mit den ersten Schritten und der IT-Hotline, IT-Admins eine mit Isolations- und Eskalationsschritten, und die Geschäftsführung eine mit Meldepflichten und Kommunikationsfreigaben.

Ersetzt die Notfallkarte ein vollständiges Notfallhandbuch?

Nein. Die Karte ist ein Schnellzugriff auf die ersten Minuten eines Vorfalls - Kontakte, Sofortmaßnahmen und was zu unterlassen ist. Das ausführliche Vorgehen gehört weiterhin ins Notfallhandbuch, dessen Standort auf der Karte vermerkt wird.

Welches Format eignet sich für den Büroaushang, welches für unterwegs?

Die DIN-A4-Karte ist für den Aushang am Arbeitsplatz oder im Serverraum gedacht - gut lesbar aus Entfernung. Die Geldbörsenkarte im Scheckkartenformat (85,6 × 54 mm) passt zusammengefaltet in die Brieftasche und ist auch unterwegs griffbereit.

Was passiert nach der Bewältigung eines IT-Notfalls?

Auf die akute Bewältigung folgt die Nachbereitung: aufgedeckte Schwachstellen schließen, Netzwerk und Systeme im Nachgang besonders gründlich überwachen, Lessons Learned aus dem Vorfall ziehen und die Notfalldokumentation aktualisieren. Die Notfallkarte selbst deckt nur die ersten Minuten ab - die vollständigen vier Phasen des IT-Notfallmanagements erklärt der Abschnitt weiter unten auf dieser Seite.

Mehr dazu: NIS2 im Glossar · Risikoregister ausfüllen · Statement of Applicability