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ISMS-Aufbau · Schritt 02 von 11 · Plan
ISMS-HandbuchRisikoregister (Sie sind hier)Statement of Applicabilityalle 11 Schritte
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Was ist ein Risikoregister?
Das Risikoregister ist das zentrale Nachweisdokument für die Kapitel 6.1.2 und 6.1.3 der ISO/IEC 27001:2022. Es hält für jedes identifizierte Risiko fest, welches Asset betroffen ist, welche Bedrohung auf welche Schwachstelle trifft, wie hoch Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe eingestuft werden, welche Behandlungsoption gewählt wurde, wer verantwortlich ist und welches Restrisiko bleibt.
Diese Vorlage bringt eine 4x4-Risikomatrix mit, berechnet Brutto- und Restrisiko automatisch und erlaubt die Zuordnung von Annex-A-Controls je Maßnahme - damit bleibt das Register widerspruchsfrei zum Statement of Applicability. Auch für NIS2 ist es der praktische Nachweis der in Art. 21 Abs. 2 lit. a geforderten Risikoanalyse.
Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe auf definierter Skala, mit automatisch errechnetem Risikowert.
Bewertung vor und nach der Maßnahme - erst der Vergleich zeigt, ob die Behandlung wirksam ist.
Jede Maßnahme lässt sich einem Annex-A-Control zuordnen und passt damit zum SoA.
Vermindern, vermeiden, verlagern oder akzeptieren - akzeptierte Restrisiken mit dokumentierter Freigabe.
Als Minimum: Risiko-ID, Szenariobeschreibung, betroffenes Asset, Bedrohung und Schwachstelle, Eintrittswahrscheinlichkeit, Schadenshöhe, Bruttorisikowert, Behandlungsoption, konkrete Maßnahme, zugeordnete Annex-A-Controls, Risikoeigentümer, Frist, Status, Restrisiko und Datum der letzten Bewertung.
Es gibt keine Vorgabe. Für kleine und mittlere Unternehmen sind 15 bis 30 sorgfältig bewertete Risiken entlang der tatsächlich kritischen Prozesse deutlich tragfähiger als 200 oberflächliche Einträge, die anschließend niemand pflegt.
ISO/IEC 27001 verlangt Bewertungen in geplanten Abständen und zusätzlich bei wesentlichen Änderungen - neue Systeme, neue Dienstleister, Sicherheitsvorfälle. Bewährt hat sich eine quartalsweise Durchsicht der offenen Maßnahmen und eine vollständige Neubewertung jährlich im Management-Review.
Das Bruttorisiko ist die Bewertung vor Umsetzung der Maßnahmen, das Restrisiko die Bewertung danach. Restrisiken oberhalb der Akzeptanzschwelle müssen durch die verantwortliche Leitung ausdrücklich und datiert freigegeben werden.
Mehr dazu: Glossar: Risikoregister · Glossar: Risikomatrix · Glossar: TARA